86.000 Menschen sagen Danke!

86.000 Menschen sagen Danke!

Nahrung, Kleidung und ein Dach über dem Kopf decken die Grundbedürfnisse von Menschen auf der Flucht. Damit auch ihre Familien überleben können, Gemeinschaften entstehen, und Frieden eine echte Chance bekommt, benötigen sie Bildungsangebote. Gerade in Krisensituationen, in Krisenregionen. Die Realität ist aber anders: Nur 50 Prozent aller geflüchteter Kinder weltweit hat Zugang zu Grundschulen, gerade mal ein Viertel zu Sekundarbildung und nur ein Prozenz zu Hochschulbildung.

Mit der weltweiten Bildungsinitiative hat sich der Jesuiten-Flüchtlingsdienst JRS das Ziel gesetzt, 35 Millionen Dollar zu sammeln, um bis 2020 weitere 100.000 Kinder und Jugendliche in Krisenregionen weltweit in die Schulen zu bringen. Bis jetzt haben wir zusammen etwa 40 Prozent unseres Vorhabens umgesetzt - durch aktuelle geopolitische Entwicklungen und neue Fluchtbewegungen auf der ganzen Welt wird aber der Bedarf an Bildungsangeboten in den kommenden Jahren nicht kleiner. Derzeit befinden sich fast 70 Millionen weltweit auf der Flucht...

Dennoch: Die Anstrengungen sind keine Tropfen auf dem heißen Stein, sondern haben im vergangenen Jahr, das von Papst Franziskus als "Jahr der Barmherzigkeit" ausgerufen wurde, Zehntausenden weltweit geholfen: Lehrern, Schülern, Familien, Gemeinschaften.

  • Lehrerausbildung: 2016 hat der JRS ein umfassendes Programm entwickelt, das Kinderschutz, Psychologie, zeitgemäße Didaktik und inklusiven Unterricht als Kernelemente vereint. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der ignatianischen Pädagogik und der Vermittlung unserer Werte "Begleitung", "Anwaltschaft" und "Versöhnung". Derzeit werden die Stunden- und Lehrpläne ins Französische und Arabische übersetzt.
  • Prioritäten setzen: Gerade in Afrika haben viele Flüchtlinge trotz regionaler Unterschiede einen ähnlichen Hintergrund. Im Herbst 2016 haben sich JRS-Ausbilder getroffen, um sich auszutauschen und gemeinsame Bildungsziele und -strategien für den ganzen Kontinent zu entwickeln. Dazu zählt ein besonderer Fokus auf Sprach- und Berufsausbildung, um Flüchtlinge in ihre neue Umgebungzu integrieren und ihnen Zugang zu Arbeitsmarkt zu ermöglichen.
  • Kräfte bündeln: 2016 hat der JRS drei Bildungskoordinatoren eingestellt, um die Projekte in Nahost und Afrika weiterzuentwickeln

 

Mercy in Motion - eine erste Bilanz:

 

Südostasien:

  • Hilfe für 5.819 Menschen in Myanmar durch Lehrerausbildung, verbesserte Schul-Infrstruktur, Grundschulbildung für Kinder in Krisengebieten

 

Ostafrika:

  • Hilfe für 506 Menschen in Adjumani / Uganda durch Lehrerausbildung, Sekundarbildung für geflüchtete Südsudanesen sowie Einheimische, Integrationsprogramme
  • Hilfe für 380 Menschen im  Kakuma Camp / Kenia durch einen neuen Tageshort, Bildungsangebote für Menschen mit Handicap, höhere Bildung
  • Hilfe für 715 Menschen in Nairobi / Kenia durch Vorschul-, Grundschul-, Sekundar- und Tertiärbildung für Geflüchtete in der Großstadt
  • Hilfe für 150 Menschen in Yambio / Südsudan durch den Bau einer Grundschule
  • Hilfe für 800 Menschen in Dollo Ado / Äthiopien: Erwachsenenalphabetisierung und berufliche Bildung für Flüchtlinge aus Eritrea

 

Afrikanische Große Seen:

  • Hilfe für 200 Menschen in Mweso und Masisi / Demokratische Republik Kongo: Neues Zentrum für höhere Bildung, um die Arbeitsmarkt und Wirtschaftssituation in ländlichen Konfliktregionen zu verbessern

 

Südafrika:

  • Hilfe für 826 Menschen im Dzaleka Camp / Malawi: neue Klassenzimmer für Sekundarschulen
  • Hilfe für 850 Menschen in Gauteng / Südafrika: besserer Zugang zu Sekundarbildung durch neue Klassenräume

 

Westafrika:

  • Hilfe für 57.748 Menschen im Tschad: Vorschul-, Grundschul-, Sekundar- und Berufsbildung für Flüchtlinge aus Darfur in verschiedenen Lagern
  • Hilfe für 12.318 Menschen in Bambari / Zentralafrikanische Republik: Vorschul-, Grundschul- und Sekundar-Bildung
  • Hilfe für 783 Menschen in Batouri / Kamerun: Zugang zu Bildung und Freizeitangeboten für Flüchtlingskinder aus der Zentralafrikanischen Republik

 

Europa:

  • Hilfe für 183 Menschen in Budapest / Ungarn: Ungarisch-Unterricht für syrische und afghanische Flüchtlinge; Workshops für einheimische Studenten und Lehrer
  • Hilfe für 120 Menschen in Warschau / Polen: neue Räume und Schul-Materialien für Flüchtlingsklassen; Polnisch-Unterricht für Flüchtlinge aus Nahost

 

Naher Osten / Nordafrika:

  • Hilfe für 250 Menschen in Dohuk / Irak: Bildung und psychosoziale Betreuung für geflüchtete Christen, Muslime und Jesiden
  • Hilfe für 1.980 Menschen in Beirut und Jbeil / Libanon: Bildungsprogamme für syrische Flüchtlingskinder; Vorschule und Freizeitangebote

Südasien:

  • Hilfe für 1.359 Menschen in Herat / Afghanistan: Hochschulbildung für die afghanische Jugend, drei Viertel davon sind Mädchen
  • Hilfe für 90 Menschen in Delhi / Indien: Bildungsprogramme für geflüchtete junge Frauen aus Myanmar mit Computerkursen, Sprachtraining, Lehrerausbildung, Schneiderklassen

 

 

 

 

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